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Linux
3. Juli 1999

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BEZEICHNUNG

fd - Disketten-Geräte

KONFIGURATION

Diskettenlaufwerke sind blockorientierte Geräte mit der Major-Nummer 2. Typischerweise gehören sie root:floppy (d.h. Benutzer »root«, Gruppe »floppy«) und haben entweder den Modus 0660 (Zugriffskontrolle über Gruppenmitgliedschaft) oder 0666 (Zugriff für alle). Die Minor-Nummern geben den Gerätetyp, die Laufwerksnummer und die Controller-Nummer an. Für jeden Gerätetyp (die Kombination aus Dichte und Anzahl der Spuren) gibt es eine Basis-Minor-Nummer. Zu dieser Basis-Nummer wird die Laufwerksnummer an dessen Controller hinzugefügt und 128, wenn das Laufwerk am zweiten Controller hängt. In den folgenen Gerätetabellen repräsentiert n die Gerätenummer.
Warnung: Wenn Sie Formate mit mehr Spuren verwenden, als von Ihrem Laufwerk unterstützt werden, kann dies mechanische Schäden verursachen. Ein einmaliger Versuch, falls mehr Spuren vorhanden sind als die üblichen unterstützten 40/80, sollte nichts schaden, aber es kann keine Garantie dafür gegeben werden. Wenn Sie nicht sicher sind, legen Sie keine Geräteeinträge für diese Formate an, um die Verwendung von vornherein zu verhindern.
Die folgenden laufwerksunabhängigen Gerätedateien verfügen über Treiber, die automatisch das Diskettenformat und die Kapazität erkennen:
Name Basis
Minor-Nummer
fdn 0
Gerätedateien für 5,25 Zoll Double Density:
Name Kapaz. Zyl. Sekt. Köpfe Basis
KiB Minor-Nummer
fdnd360 360 40 9 2 4
Gerätedateien für 5,25 Zoll High Density:
Name Kapaz. Zyl. Sekt. Köpfe Basis
KiB Minor-Nummer
fdnh360 360 40 9 2 20
fdnh410 410 41 10 2 48
fdnh420 420 42 10 2 64
fdnh720 720 80 9 2 24
fdnh880 880 80 11 2 80
fdnh1200 1200 80 15 2 8
fdnh1440 1440 80 18 2 40
fdnh1476 1476 82 18 2 56
fdnh1494 1494 83 18 2 72
fdnh1600 1600 80 20 2 92
3.5 inch double-density device files:
Name Kapaz. Zyl. Sekt. Köpfe Basis
KiB Minor-Nummer
fdnu360 360 80 9 1 12
fdnu720 720 80 9 2 16
fdnu800 800 80 10 2 120
fdnu1040 1040 80 13 2 84
fdnu1120 1120 80 14 2 88
Gerätedateien für 3,5 Zoll High Density:
Name Kapaz. Zyl. Sekt. Köpfe Basis
KiB Minor-Nummer
fdnu360 360 40 9 2 12
fdnu720 720 80 9 2 16
fdnu820 820 82 10 2 52
fdnu830 830 83 10 2 68
fdnu1440 1440 80 18 2 28
fdnu1600 1600 80 20 2 124
fdnu1680 1680 80 21 2 44
fdnu1722 1722 82 21 2 60
fdnu1743 1743 83 21 2 76
fdnu1760 1760 80 22 2 96
fdnu1840 1840 80 23 2 116
fdnu1920 1920 80 24 2 100
Gerätedateien für 3,5 Zoll Extra Density:
Name Kapaz. Zyl. Sekt. Köpfe Basis
KiB Minor-Nummer
fdnu2880 2880 80 36 2 32
fdnCompaQ 2880 80 36 2 36
fdnu3200 3200 80 40 2 104
fdnu3520 3520 80 44 2 108
fdnu3840 3840 80 48 2 112

BESCHREIBUNG

Die fd-Gerätedateien greifen direkt auf die Diskettenlaufwerke zu. Sie unterstützen die folgenden Aufrufe von ioctl(2):
FDCLRPRM löscht die Medieninformationen (die Geometrie der eingelegten Diskette) eines Laufwerks.
FDSETPRM setzt die Medieninformationen eines Laufwerks. Diese Informationen gehen bei einem Diskettenwechsel verloren.
FDDEFPRM setzt die Medieninformationen (die Geometrie der eingelegten Diskette) eines Laufwerks dauerhaft, sodass sie auch einen Diskettenwechsel überdauern. Damit wird auch die automatische Medienerkennung (autodetection) ausgeschaltet. Um sie wieder einzuschalten, muss ein FDCLRPRM-Ioctl-Aufruf abgesetzt werden.
FDGETDRVTYP gibt den Typ des Laufwerks zurück (namentlich). Bei von mehreren Laufwerkstypen unterstützten Formaten, gibt FDGETDRVTYP den Namen des ältesten Laufwerktyps zurück, der dieses Format unterstützt.
FDFLUSH erklärt den Puffer für das angegebene Laufwerk für ungültig.
FDSETMAXERRS setzt die Schwelle für die Meldung von Fehlern, Fehlerberichte, abgebrochenen Zugriffen, Neukalibrierungen, Resets (Zurücksetzen) und sektorweisem Lesen.
FDSETMAXERRS gibt die aktuellen Fehlerschwellen zurück.
FDGETDRVTYP gibt den internen Namen des Laufwerks zurück.
FDWERRORCLR löscht die Schreibfehler-Statistiken.
FDWERRORGET liest die Schreibfehler-Statistiken. Diese beinhalten die Gesamtzahl der Schreibfehler, die Position und Diskette des ersten Schreibfehlers und die Position und Diskette des letzten Schreibfehlers. Disketten werden anhand einer Generationenzahl identifiziert, die bei (fast) jedem Diskettenwechsel hochgezählt wird.
FDTWADDLE Schaltet den Laufwerksmotor für ein paar Mikrosekunden aus. Dieses kann für den Zugriff auf Disketten erforderlich sein, deren Sektoren zu nah beieinander liegen.
FDSETDRVPRM setzt diverse Laufwerksparameter.
FDGETDRVPRM gibt diverse Laufwerksparameter zurück.
FDGETDRVSTAT gibt den gepufferten Laufwerksstatus zurück (Diskettenwechsel, Schreibschutz etc.).
FDPOLLDRVSTAT fragt das Laufwerk ab und gibt dessen Status zurück.
FDGETFDCSTAT gibt den Status des Floppycontrollers zurück.
FDRESET setzt den Floppycontroller unter bestimmten Bedingungen zurück.
FDRAWCMD sendet einen »rohen« Befehl direkt an den Floppycontroller.
Weitere genaue Informationen sind in den Headerdateien <linux/fd.h> und <linux/fdreg.h> sowie in der Handbuchseite floppycontrol(1) zu finden.

DATEIEN

/dev/fd*

ANMERKUNGEN

Die unterschiedlichen Formate ermöglichen es, unterschiedliche Diskettentypen zu lesen und zu schreiben. Wenn eine Diskette jedoch mit zu geringem Abstand zwischen den Sektoren formatiert wurde, kann der Durchsatz sinken. Es kann dann bis zu einigen Sekunden dauern, eine ganze Spur zu lesen. Um dies zu vermeiden, sollten verschachtelte (»interleaved«) Formate benutzt werden.
Mit GCR (Group Code Recoding, wird bei den 800k-Disketten der Apple-II- und MacIntosh-Computern verwendet) formatierte Disketten können nicht gelesen werden.
Das Lesen von hartsektorierten Disketten (ein Loch pro Sektor, mit einem verschobenen Indexloch) wird nicht unterstützt. Dies war bei älteren 8-Zoll Disketten üblich.

KOLOPHON

Diese Seite ist Teil der Veröffentlichung 5.03 des Projekts Linux-man-pages. Eine Beschreibung des Projekts, Informationen, wie Fehler gemeldet werden können sowie die aktuelle Version dieser Seite finden sich unter https://www.kernel.org/doc/man-pages/.

ÜBERSETZUNG

Die deutsche Übersetzung dieser Handbuchseite wurde von Martin Schulze <>, Martin Eberhard Schauer <> und Mario Blättermann <> erstellt.
Diese Übersetzung ist Freie Dokumentation; lesen Sie die GNU General Public License Version 3 oder neuer bezüglich der Copyright-Bedingungen. Es wird KEINE HAFTUNG übernommen.
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